Kleine Programme die das Leben leichter machen

Was macht man, wenn man merkt, man hat irgendwas in ner Datei so verhunzt, dass sie grad nicht mehr ausführbar ist? Das kann ein kleines zusätzliches Komma sein oder was auch immer. Bei mir war es nun meine Literaturdatenbank. Irgendwie konnte die nicht mehr richtig eingelesen werden. Eine Anzeige, wo der Fehler steckt, gab es in diesem Fall auch nicht. Da fügt man einmal noch einen Titel dazu…
Bei dieser Gelegenheit hab ich das Programm WinMerge entdeckt. Damit kann man sich nicht nur zwei Versionen einer Datei nebeneinander legen (natürlich hatte ich noch eine alte Sicherungskopie), sondern es zeigt noch gleich jede einzelne Stelle an, die unterschiedlich ist. Super Sache! Manuell hätte ich die 4544 Zeilen nicht durchschauen können…

WinMerge

Witz oder Test?

Meine fleißigen Korrekturleser schauen aber auch echt, dass sie mich mittendrin zum Lächeln bringen. Oder ist es doch nur die Kontrolle, ob ich auch aufpasse und nicht jeden Mist übernehme? Ich weiß es nicht. Lächeln musste ich auf jeden Fall! Und der Smilie verrät ja auch, dass das nicht ganz ernst ist. Wobei, anfangs dachte ich schon, das sei ein Smilie, um zu zeigen “schau, gendergerechte Sprache sogar von mir!”. Falls es ein Test war: Witz erkannt, nicht übernommen! 🙂Korrektur

letzte Absprachen

Da ich plane, in den nächsten Wochen die Arbeit abzugeben, stand nochmal ein Treffen mit meinem Prof an. Ich hatte ein bisschen Bedenken, dass er 300 Seiten (ohne Anhang) zu lang finden könnte. Sicherlich gehört sie wohl zu den längeren Dissertationen, die er betreut hat, aber es ist für ihn in Ordnung, das Thema ist nunmal so umfangreich.

Der Clou meiner Arbeit ist eigentlich das letzte Kapitel, das ist die Konfliktanalyse und Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen. Das heißt, aus den Inhalten des davor Geschriebenen, ziehe ich immer die wichtigsten Ist-Zustände raus, schreibe, was daran ein Konflikt ist und wie man den Konflikt lösen kann. Es ist sozusagen nochmal das Zusammendenken der gesamten Arbeit, sie in einen Gesamtkontext stellen. Auch sieht man daran, wie sehr die doch sehr unterschiedlichen Themen letztlich doch verzahnt sind. Außerdem ist das der (anwendbare) Praxisbezug.
Ich habe viel an der Darstellungsform hin und her überlegt. Eine Tabelle ist sinnvoll, aber sehr lang. Wenn ich die Ist-Zustände nicht nochmal einzeln beschreiben würde, sondern nur die Konflikte, würde das eine ganze Reihe Seiten einsparen. Allerdings finde ich es immer schade, wenn ich am Ende einer Arbeit Konflikte lese und nicht weiß, aus welchen Kapiteln sie abgeleitet sind. Zum Glück sieht mein Doktorvater das ähnlich und die Tabelle auch als elementaren Bestandteil, sodass es okay ist, wenn die auch nochmal einige Seiten einnimmt. Und so wird also das letzte Kapitel tatsächlich eine lange Tabelle werden statt Auflistung, Text oder anderes.

Über 300 Seiten kann man gar nicht mehr sinnvoll binden (Leimbindung hört bei ca. 280 Seiten auf), also haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Arbeit zweiseitig drucke. Das kaschiert auch ein bisschen die Länge.

Nach dem Gespräch war ich jedenfalls sehr zuversichtlich und er machte den Eindruck, dass er sich durchaus auch darauf freut, die Arbeit zu lesen.

weiter geht’s

PC von innenSo, neue Festplatte ist im Computer. Bei der Gelegenheit hab ich den Innenraum gleich mal von Staub befreit. Altes Betriebssystem ist wieder hergestellt, die ersten Programme sind neu installiert. Meine Dissertations-Dateien sind die ersten, die kopiert sind, jetzt kann’s weitergehen mit der Arbeit. Um alles andere kümmere ich mich später. Hauptsache, ich kann erstmal weiterschreiben. Also alles nochmal gut gegangen. Dennoch wäre es jetzt zu diesem Zeitpunkt echt nicht nötig gewesen.

unerwartete Probleme

Was ist der Alptraum eines jeden Doktoranden? Genau! Der Computer schmiert plötzlich ab und will nicht mehr. Und das ganze am besten noch kurz vor Ende der Arbeit.

So war es nun bei mir. Gestern wollte der Computer nicht mehr angehen. Natürlich hab ich regelmäßig Sicherungskopien gemacht, aber ob ich dann wirklich jede neue kleine Datei noch schnell gesichert hatte? Ich weiß es nicht. Zum Glück ließ sich der Computer dazu bewegen nochmal anzugehen, sodass ich kurzerhand alle Dateien auf der Festplatte nochmal sichern konnte. Jetzt läuft die Fehlerdiagnose. Wahrscheinlich Festplatte oder RAM kaputt. Mal schauen. Auf jeden Fall gerade nicht arbeitstauglich. Und sollte es wirklich die Festplatte sein… Ohje ohje. Es sind ja nicht nur die Dateien, die da drauf liegen, sondern auch das Betriebssystem, ein Haufen installierter Programme und und und.

Jetzt heißt es, nicht in Panik geraten, schauen, was ist und sehen, ob der Computer mich wirklich noch bis ans Ende bringt.

Freizeit

Wenn ich grad mal nicht bei den Kranichen oder am Computer bin, verbringe ich grade ganz viel Zeit im ländlichen Brandenburg (dort, wo ich auch meine Arbeit die letzten zwei Wochen Korrektur gelesen habe). Wir bringen dort ein seit 10 Jahren leerstehendes Haus wieder so weit auf Vordermann, dass man es auch mal nutzen kann. Da gibt’s ne Menge zu tun und viele Erlebnisse. Und deswegen gibt es da auch einen blog drüber:

https://hausamseebrandenburg.wordpress.com/

Auch dort natürlich wie gewohnt mit Fotos, Videos, 360°-Fotos und 360°-Videos.

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Korrektur gelesen

Nun sind die zwei Wochen in der Einsamkeit schon wieder vorbei. Die gesamte Arbeit ist Korrektur gelesen, die Zettel sind dabei schön bunt geworden: Hier noch ein sinnvoller Querverweis, da noch ein Tippfehler, dort noch ein Layout-Fehler. Insgesamt liest sich die Arbeit aber nun richtig rund, finde ich. Die verschiedenen Themen, die anfangs alle irgendwie allein zu stehen schienen (von Nahrung des Kranichs über Erwartungen der Touristen bis hin zu wieviele Autos parken eigentlich im Ort und was denken die Landwirte so), sind jetzt richtig miteinander verknüpft und ergeben ein großes Ganzes.

Alle Zettel an Wänden hängen zu haben und immer nur schnell ein paar Meter laufen zu müssen, um zu schauen, wo eine bestimmte Sache doch gleich nochmal stand (meist hat man ja den ungefähren Ort, wo das Thema hängt oder eben das Aussehen der Seite, mit Grafik oder Bildern doch im Kopf), hat die Arbeit ungemein erleichtert. Es ist einfach so viel leichter, als immer blättern oder am PC durchscrollen zu müssen.

Da es Strom nur über den Generator gab und ich nicht das Vertrauen hatte, dass der Computer damit stabil läuft, füge ich nun alle Markierungen zu Hause in die Datei ein. Das ist zwar auch nochmal ein bisschen Arbeit, geht aber doch ganz gut.