Das Projekt

Kraniche gelten bei den Chinesen als Vögel des Glücks. Die Faszination für diesen europäischen Großvogel hat nicht abgenommen. Ein wichtiger Ort ist Linum, vor den Toren Berlins, wo sich mittlerweile der größte binnenländische Kranichrastplatz Europas befindet. Dort sammeln sich die Kraniche, um vor ihrem weiten Weg in ihre Überwinterungsgebiete im Süden Energie zu tanken. In der Regel finden sie ausreichend Nahrung auf den abgeernteten Maisäckern, von denen es durch die Energiewende um Linum große Anbauflächen gibt. Deshalb rasten mittlerweile bis zu 100.000 Kraniche gleichzeitig in Linum.

Dazu kann man drei Sichtweisen einnehmen: a) der Kranich auf dem Zug nach Süden (im Herbst) bzw. nach Norden (im Frühjahr) zieht nicht gern allein und braucht ausreichend Nahrung für den Flug. b) der Landwirt pflügt seine abgeernteten Maisäcker extra spät um, damit der Kranich Nahrung findet. Dennoch fressen Kraniche (vor allem wenn sie in Massen kommen) manchmal auch auf neu ausgesäten Feldern, was wiederum Ertragsverluste für den Landwirt bedeuten könnte. c) der ornithologisch interessierte Naturfreund besucht Linum zur Kranichrast sehr gern und lässt sich von den Kranichmassen beeindrucken.

Ich bin davon überzeugt, dass diese drei Sichtweisen “unter einen Hut” zu bringen sind. Deshalb möchte ich diese Dreiecksbeziehung im Rahmen meiner Dissertation näher beleuchten und naturschützerische Maßnahmen entwickeln, die alle drei Gruppen möglichst zufriedenstellt.

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